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Ikonen-Ankauf

 

Der Ikonen Ankauf und das Interesse an antiken Ikonen ist eines unerer Hauptthemen im Antiquitätenhandel. Wir kaufen Ikonen überregional, weil wir wissen, das man manchmal weite Distanzen auf sich nehmen muss, um dementsprechende Stücke in den Händen halten zu dürfen. Lesen Sie im unteren Teil dieser Seite unsere kleine persönlcihe Abhandlung über unsere größte Leidenschaft - die Geschichte der Ikonen.

Geschichte der Ikonen
Die Geschichte der Ikonen ist eng verstrickt mit der des Christentums. Bis jenes 311 n.
Chr. im Toleranzedikt von Nikomedia durch Kaiser Galerius öffentlich anerkannt
wurde, waren die Christen gezwungen ihre Versammlungsorte und Kunst geheim zu
halten. Sie benutzen umgewandelte heidnische Symbole. So standen z.B. die
Jahreszeiten stellvertretend für die Auferstehung sowie ein Schiff für die Kirche. Mit
der Aufhebung des Religionsverbots konnte sich nun eine christliche Kunst entfalten.
Da man sich von der Götzenanbetung des römischen Heidentums abgrenzen wollte,
lehnte man Skulpturen grundlegend ab. Diese erinnerten die frühen Christen zu sehr an
die Bibelstelle „Verflucht sei, wer einen Götzen oder ein gegossenes Bild macht, einen
Greuel für den HERRN“ (5. Moses, 27,15). Allerdings wollte man auch nicht
schmucklos bleiben. Die Malerei bot eine Alternative, doch spalteten sich die
Meinungen: die einen hielten sie für unnötig und ebenso inakzeptabel wie die
Bildhauerei; die anderen sahen die Malerei für unabdingbar an, da man durch sie auch
jenen die Lehren und Episoden der heiligen Geschichte näher bringen konnte, die des
Lesens nicht mächtig waren. Der Bilderstreit führte unter anderem auch zur
Kirchenspaltung.
In der Ostkirche wurde vorerst jegliche religiöse Kunst verboten. Aber auch hier gab es
Gegner, die im Bild keine Zweckmäßigkeit sondern etwas Heiliges sahen. Sie glaubten
nicht, dass das Bild selbst das Göttliche darstellte, auch verehrten sie nicht das Bild an
sich, sondern verehrten Gott oder die Heiligen durch das Bild. Im 9. Jahrhundert.
übernahmen die Beführter die kirchliche Führung und ein Doktrin wurde für Ikonen
aufgestellt, dass bis heute gilt. Nur von einer moralisch für würdig gehaltene und
geweihte Person – die sich wiederum an einen vorgegebenen Anfertigungsprozess hält
sowie sich vom vorgeschriebenen Bildkanon der orthodoxen Kirche bedient –
angefertigte Ikonen werden geweiht und akzeptiert.
Das früheste erhaltene Beispiel stammt aus dem 6. Jahrhundert und wurde im
Katharinenkloster auf dem Sinai, Ägypten, angefertigt. Es zeigt Jesus Christus in
frontaler Wiedergabe. Die großen Augen und die verjüngte Kinnpartie zeigen den noch
starken Einfluss der enkaustischen Mumienportraits. Frühe Beispiele gibt es nur
wenige, da jene aus Byzanz – besonders die der Tafelmalerei – dem Ikonoklasmus
(Bilderstreit) oder spätestens den Kreuzzügen zum Opfer gefallen sind; in Russland
hingegen den Tataren. Aus diesem Grund sind bis auf wenige Ausnahmen Tafelikonen
aus Byzanz erst ab dem späten 13. Jahrhundert und aus Russland erst ab dem 15.
Jahrhundert erhalten geblieben. Aus früherer Zeit existieren lediglich noch Mosaike,
Fresken und Buchillustrationen.
Nach der Aufhebung des Bilderverbots, erlebte die Ikonenmalerei eine Renaissance,
gerade im Bezug auf das Marienmotiv, dessen neues Vorbild jenes Mosaik in der
Apsis der Hagia Sophia zu Konstantinopel wurde. Bis zur Eroberung Konstantinopels
durch die Türken im Jahre 1453 lag das Zentrum der Ikonenmalerei dort. Die
byzantinischen Ikonenmaler flüchteten auf Kreta, wo sie unter venezianischer
Herrschaft die „griechische“ Ikonenmalerei weiterpflegten. Unter Einfluss der in
Italien herrschenden Renaissance verbanden sie jedoch die traditionelle Malweise mit
dem westlichen Realismus zu einem neuen Stil und beeinflussten nachhaltig die
Ikonenmalerei im griechisch-römischen Raum.
Gleichzeitig entstand eine eigene Linie in Russland, wo sich bereits seit dem 2.
Jahrhundert hier und dort kleine Zentren mit eigenem Malstil gebildet hatten. Eine
eigenständige russische Maltradition bildete sich ab dem 12. Jahrhundert in Novgorod,
deren Blüte vom 12. bis ins 14. Jahrhundert reichte. Im Gegensatz zu den in Byzanz
üblichen flächig wirkenden Figuren in strenger Haltung und den gedämpften Farben,
zeichnen sich die Ikonen der Novgoroder Schule durch warme Farben, klare Konturen
und lebhafte Gebärden aus.
Im 14. Jahrhundert stieg Moskau allmählich zum politischen, kulturellen und
orthodoxen Zentrum Russlands auf und sah sich nach dem Fall Konstantinopels als
Nachfolgerin von Byzanz. Anfänglich wurden byzantinische Künstler in die Stadt
geholt, in späteren Jahrhunderten aus ganz Russland und dem Balkan. So entstand in
den Ikonenwerkstätten ein Mischstil aus national-volkstümlichen, byzantinischen und
westeuropäischen Merkmalen. Bis ins 17. Jahrhundert verfielen die anderen
Malzentren in Russland zu bedeutungslosen, provinziellen Werkstätten. Eine
Ausnahme bildet Jaroslavl, deren Schule noch unter Kiever Tradition entstanden war
und später durch Moskau beeinflusst wurde. Dies wird besonders durch ihren recht
prachtvollen Stil deutlich.
Ab dem 17. Jahrhundert – während im westlichen Europa der Barock vorherrschte –
fand eine Wende in der Ikonenmalerei statt. Zar Peter I. verfügte über eine offizielle
Trennung zwischen weltlicher und kirchlicher Malerei. Während die Ikonenmalerei
hauptsächlich den Klostern überlassen wurden, schickte er viele Künstler nach Europa,
um die westliche Kunst zu studieren. Dennoch beeinflusste die barocke Malerei auch
viele Ikonenmaler, wie z.B. Simon Ušakov. Jener übernahm das perspektivische Sehen
sowie Zeichnen nach der Anatomie. Die Altgläubigen empfanden seine Werke jedoch
unorthodox und setzten sich für sogenannte „Altgläubigenwerkstätten“ ein, die die
Tradition der Novgoroder und Moskauer Schule weiterführten.
Mit der zunehmenden Nachfrage nach Ikonen, wurde die Produktion von Ikonen
immer arbeitsteiliger bis sie um 1900 wie am Fließband hergestellt wurden. Die Folge
war eine sterile Reproduktion von Ikonenmotiven, die nichts mehr mit dem
ursprünglich damit verbundenem Geistigen zu tun zu haben schien.

 

 

 

 

 

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Georg Schomaker

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